{"id":61,"date":"2017-06-08T14:12:50","date_gmt":"2017-06-08T14:12:50","guid":{"rendered":"http:\/\/bremicke.cyon.link\/?p=61"},"modified":"2017-06-08T14:15:28","modified_gmt":"2017-06-08T14:15:28","slug":"gedankenlos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.peterbremicker.com\/index.php\/2017\/06\/08\/gedankenlos\/","title":{"rendered":"Gedankenlos"},"content":{"rendered":"<p>Kennst Du das? Dir schiessen Gedanken durch den Kopf und das manchmal den ganzen Tag? An manchen Gedanken beisst Du Dich fest, andere l\u00e4sst Du gar nicht erst zu? Ich kenne das aus meinem eigenen Leben. Manchmal habe ich den Eindruck meine Denkmaschine in meinem Hirn steht gar nicht still. Sie hat nicht einmal einen Moment eine Pause. Sie kennt kein &#8222;Z\u00b4n\u00fcni&#8220; und kein &#8222;Z\u00b4vieri\u201c. Meine Denkmaschine l\u00e4uft und l\u00e4uft und l\u00e4uft und manchmal erschrecke ich f\u00f6rmlich vor meinen Gedanken, die an mir vorbei rauschen. Ganz sch\u00f6n peinlich k\u00f6nnte das werden, wenn meine Gedanken alle nach au\u00dfen gehen w\u00fcrden, im Sinne eines f\u00fcr alle sichtbaren Schaufensters. In Gedanken kann man ja schon mal einen Menschen um die Ecke bringen.<\/p>\n<p>Jetzt w\u00e4re ich gerne mal in Deiner Denkmaschine. Du l\u00e4chelst. Da w\u00fcrde ich was zu h\u00f6ren bekommen, oder? Aber mal ohne Witz. Unsere Gedanken k\u00f6nnen uns den lieben langen Tag ganz sch\u00f6n gefangen nehmen. Vor allem die negativen Gedanken. Segal, Williams und Teasdale drei Forscher aus der achtsamkeitsbasierten kognitiven Therapie haben in ihren Studien typische Negativgedanken, die h\u00e4ufig bei Menschen auftreten, die unter Stress stehen, niedergeschlagen, depressiv oder \u00e4ngstlich sind, festgehalten.<\/p>\n<p>Ich schaffe das alles nicht mehr.<br \/>\nIch bin nichts wert.<br \/>\nEs ist alles nur noch schrecklich.<br \/>\nMein Gott, jetzt ist es aus mit mir.<br \/>\nAlle sind gegen mich.<br \/>\nMich versteht ja doch keiner.<br \/>\nHat doch alles keinen Zweck.<br \/>\nGleich passiert etwas Schreckliches.<br \/>\nIch bin ein Versager.<br \/>\nEs macht alles keinen Spa\u00df mehr.<br \/>\nW\u00e4re ich doch anders.<br \/>\nIch bin einfach unausstehlich.<br \/>\nIch bin der geborene Verlierer.<br \/>\nDas wird ganz b\u00f6se enden.<br \/>\nAllen anderen geht es besser als mir.<br \/>\nIch will das alles nicht mehr.<\/p>\n<p>Gedanken, die uns immer wieder gefangen nehmen, haben oft eine \u00e4hnliche Ausrichtung. Sie f\u00fchren in eine Negativspirale und k\u00f6nnen uns Tage und Wochen so richtig vermiesen. Vielleicht erkennst Du den ein oder anderen Gedanken bei Dir wieder. M\u00f6glicherweise hast Du bis jetzt gedacht, Du w\u00e4rst der einzige auf dieser grossen weiten Welt. Die Transaktionsanalyse w\u00fcrde sagen, das ist eine Tr\u00fcbung. Einige dieser aufgef\u00fchrten Negativgedanken sind weit verbreitet und begleiten uns alle gelegentlich oder auch auf Dauer. Mary Goulding hat dazu ein wunderbares kleines B\u00fcchlein geschrieben \u201eKopfbewohner\u201c.<\/p>\n<p>Ich lade Dich auf ein kleines Experiment ein. Was passiert, wenn Du einen Gedanken der Dir nicht so willkommen ist und mit dem Du Dich h\u00e4ufig besch\u00e4ftigst, einfach an Dir vor\u00fcber ziehen l\u00e4sst? Dabei k\u00f6nntest Du sagen: \u201eDas ist nur ein Gedanke, der kommt und der geht. Ich lasse ihn ziehen. Ich lasse ihn los.\u201c<\/p>\n<p>Es h\u00f6rt sich in Deinen Ohren vielleicht ein wenig schr\u00e4g an, und trotzdem lade ich Dich ein daraus eine \u00dcbung zu machen. Immer dann, wenn Du einen unliebsamen, qu\u00e4lenden Gedanken in Deiner Denkmaschine wahrnimmst, begr\u00fcsse ihn mit den eben beschrieben Worten und lass ihn ziehen.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Dir viel Freude und eine Menge \u201eZ\u00b4n\u00fcni\u201c und Z\u00b4vieri\u201c in Deinem Kopf und Deiner Denkmaschine.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kennst Du das? Dir schiessen Gedanken durch den Kopf und das manchmal den ganzen Tag? An manchen Gedanken beisst Du Dich fest, andere l\u00e4sst Du gar nicht erst zu? Ich kenne das aus meinem eigenen Leben. Manchmal habe ich den Eindruck meine Denkmaschine in meinem Hirn steht gar nicht still. 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